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Spatourism - Glossar


Die DIN EN ISO 9001:2000 und nun in der Fassung von 2008 ist eine international anerkannte und angewandte Norm für alle Unternehmenstypen in Industrie, Dienstleistung und anderen Branchen. Die ISO 9001 ist weit mehr als nur ein Set von Kriterien, die abzuarbeiten sind, weil sie tief in die Unternehmensstruktur eingreift und Anleitung zum Aufbau eines grundlegenden Qualitätsmanagementsystems gibt. Die ISO 9001 bildet die Vorgänge in Unternehmen in Prozessen ab. So wird z.B. etwa die Dienstleistung einer Massage von der Beschaffung der Rohstoffe (z.B. Massageöl) bis hin zur Durchführung der Massage, der dazugehörigen Personalqualifikation und der abschließenden Zufriedenheit der Kunden betrachtet.



Ein QM-Handbuch beschreibt die Abläufe im Unternehmen und wie die Anforderungen erfüllt und damit die angestrebten Ziele erreichbar sind.
QM-Handbücher beschreiben in der Regel die Aufbaustruktur (Ressourcen, Zuständigkeiten etc.), die Arbeitsabläufe, die Messung der Qualität sowie die Arbeitsweise des QM-Systems. Das QM-Handbuch wird regelmäßig überprüft und weiterentwickelt.


KTQ
Die Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen (KTQ®) wurde 2001 gegründet und hat Kriterien entwickelt, die die Bewertung eines Qualitätsmanagements ermöglicht. Nach KTQ können vier verschiedene Betriebstypen bewertet und auch zertifiziert werden, nämlich Krankenhäuser, Rehabilitationskliniken, Arztpraxen (Ordinationen) sowie Senioreneinrichtungen. Die Kriterien sprechen die Sprache der Gesundheitswissenschaften und sind im Gegensatz zur ISO für Ärzte und Therapeuten leicht verständlich.


Verfahrensanweisung
Auf Abteilungsebene sind Verfahrensanweisungen festgelegte Abläufe einer Vorgehensweise, die Zuständigkeiten, mitgeltende Dokumente, Erfordernisse der Dokumentation, Beschreibung der Methoden und schließlich auch konkrete Arbeitsanweisungen enthalten kann. Arbeitsanweisungen sind konkrete, zu erledigende Aufgaben als Teile eines Gesamtprozesses auf eine konkrete Stelle bezogen.


Gütesiegel und Gütezeichen
Qualitätsgütesiegel sind ungeschützte Marketingsymbole oder eingetragene Marken, deren Qualitätsanspruch hoch sein kann, aber nicht sein muss. Eine unabhängige und gesetzlich geregelte Prüfung der Kriterien findet nicht statt, die womöglich vorhandenen Qualitätskriterien basieren nicht auf einem akkreditierten Verfahren. Qualitätszeichen stellen eine gesetzlich geregelte Norm dar, die selbst wie auch ihre Anwendung in Unternehmen periodisch und unabhängig überprüft wird. Diese Charakterisierung jedoch bedeutet nicht automatisch ein hohes Anspruchsniveau der zugrunde liegenden Kriterien.


Qualitätsmanagementsystem
Ein Qualitätsmanagementsystem ist ein strukturiertes Verfahren zur Schaffung, Stärkung und Aufrechterhaltung von Produkteigenschaften, die den Kunden und andere beteiligte Parteien (z.B. Gesetzgeber) zufrieden stellen.


EFQM
EFQM ist ähnlich wie die ISO 9001 ein Qualitätsmanagementsystem, dass branchenunabhängig ein Verfahren zur Stärkung und Aufrechterhaltung von Qualität in einem Betrieb aufbaut. Allerdings wird es auch als Total Quality-Managementsystem bezeichnet, weil es mit Politik, Öffentlichkeit und Gesellschaft auch Bereiche in die Qualitätsbemühungen mit einschließt, die nicht zum unmittelbaren betrieblichen Umfeld gehören.


Spa
Ein Spa ist ein Ort der besonderen Hinwendung zu Bedürfnissen im Kontinuum von Gesundheit, Wohlbefinden, Entspannung und Bodystyling, die durch geschultes Personal und häufig unter Zuhilfenahme von (Heil-)Wasser ganzheitlich befriedigt werden.


Medical Spa
Medical-Spa ist eine Einrichtung, in der ein Bündel komplexer Produkte im Kontinuum von Gesundheit, Wohlbefinden und Bodystyling angeboten wird, welche allesamt unter gesundheitswissenschaftlicher Aufsicht stehen und dem Primat des Heilens bzw. der Linderung von Krankheit, der Gesunderhaltung und der Steigerung der Lebensqualität verpflichtet sind. Die Kundenorientierung im Sinne der Befriedigung subjektiver Bedürfnisse wird ernst genommen und in einem Ambiente umgesetzt, das durch Großzügigkeit und Aufenthaltsqualität gekennzeichnet ist.


Wellness
Im Unterschied zu den anglophonen Ländern zielt der Begriff Wellness in Mitteleuropa weniger auf Interventionen auf gesundheitswissenschaftlicher Basis, sondern vielmehr auf ein komplexes Feld von Motivatoren im Kontinuum von Gesundheit, Bodystyling, Verwöhntwerden und Entspannung, deren Zielsetzung zwischen nachhaltiger Wiederherstellung körperlicher sowie seelischer Gleichgewichte einerseits und kurzfristiger Bedürfnisbefriedigung andererseits schwankt. In einem Wellness-Hotel werden solche Dienstleistungen angeboten, wobei Massagen und Beauty-Anwendungen zu den Umsatzbringern gehören.


Thermalbad
Im allgemeinen Sprachgebrauch der mitteleuropäischen Länder steht Therme für ein Bad mitunter mit Thermalwasser und mit ganz besonders vielseitigem Angeboten für Sport und Spaß, Familien und Gesundheit und mitunter Kur. Dazu kommt häufig noch ein Hotel (Thermenhotel). Solche Einrichtungen können besser mit Multifunktionsbad bezeichnet werden. Wenn dieses Bad dann auch noch über Thermalwasser verfügt im Sinne des Heilbäderverbandes, kann auch von Multifunktions-Thermalbad gesprochen werden.


Kurheim, Kurklinik
Das Kurheim ist ein in einem Heilbad oder Kurort gelegener Beherbergungsbetrieb mit einfachem Standard. Es ist ausgerichtet an den indikationstypischen Bedürfnissen des Kurgastes. Kurklinik: Eine Kurklinik ist ein Beherbergungsbetrieb mit Krankenhauscharakter, der in Deutschland gemäß §30 Gewerbeverordnung als Krankenanstalt zugelassen ist. Die Kurklinik steht unter ärztlicher Leitung und bietet ständige medizinische Betreuung. Vorrangig werden ortsgebundene Heilmittel im Rahmen der Therapie genutzt. Das Beherbergungsangebot entspricht den indikationstypischen Anforderungen (z.B. Barrierefreiheit, Ernährungsangebot) und den Patientenbedürfnissen. Das Kurhotel ist ein in einem Heilbad oder Kurort gelegenes Hotel mit gehobenerem Standard. Es ist ausgerichtet an den indikationstypischen Bedürfnissen eines Kurgastes und verfügt häufig über ein eigenes Angebot an Gesundheitsbehandlungen.“ Quelle: DEHOGA Bundesverband. Download am 17.3.2008 von http://www.dehoga-bundesverband.de/home/page_sta_1621.html


Rehabilitationsklinik
Frührehabilitation wird im Rahmen der akutmedizinischen Versorgung im Krankenhaus erbracht. Die Anschlussrehabilitation findet zumeist in der Rehabilitationsklinik statt und dient dazu, einen nahtlosen Übergang zur Rehabilitation sicherzustellen. Das so genannte allgemeine Heilverfahren hat keine direkte zeitliche Bindung an den Akutaufenthalt. Es wird zumeist durch den Haus- oder Facharzt beantragt und nach einer individuellen Prüfung (Reha-Bedürftigkeit und Reha-Fähigkeit) genehmigt oder auch nicht. Im Zeitverhältnis zu einem stationären Aufenthalt kann gesagt werden, dass ein Kuraufenthalt häufig vor und ein Aufenthalt in einer Rehabilitationsklinik häufig nach einem akutstationären Aufenthalt stattfindet.


Gesundheitsregion:
Die Gesundheitsregion ist ein Gebiet größer als eine Ortschaft mit einem vielseitigen Angebot, das durch singuläre Unternehmen wie auch durch eine in die Fläche gehende Infrastruktur dargestellt wird, die allesamt gesundheitsfördernden Charakter haben.

 


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